Rundschreiben zur 1. Novelle 2024 der Geflügelpest-Verordnung 2007

Aushängezeitraum: 27.02.2024 - 31.05.2024

Durch die Novelle (BGBl. II Nr. 62/2024) der Geflügelpest-Verordnung (BGBl. 2007/309) sind alle Gemeinde zu informieren. Es wurden neue Gebiete zu "stark erhöhtem Geflügelpest-Risiko" erklärt. 


Aktuelle Gemeinden im "Gebiet mit stark erhöhtem Geflügelpest-Risiko

Aktuelle Tierseuchenmeldungen - Land Niederösterreich


Pflichten der Tierhalterinnen und Tierhalter in "Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko" (Bezirk Hollabrunn)

Tierhalter, die nicht in einer Gemeinde mit "stark erhöhtem Geflügelpest-Risiko" sind, müssen folgende Maßnahmen setzen:

Enten und Gänse müssen getrennt zu anderem Geflügel gehalten werden, sodass ein direkter und indirekter Kontakt nicht möglich ist.

Geflügel wird durch Netze, Dächer oder horizontal angebrachte Gewebe vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt oder die Fütterung und Tränkung erfolgt im Stallinnenbereich oder einem Unterstand. Die Ausläufe müssen in diesem Fall gegen Oberflächengewässer, an denen sich wildlebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein.

Die Tränkung darf nicht mit Oberflächenwasser erfolgen, zu dem Wildvögel Zugang haben.


Was tun bei sinkender Legeleistung oder erhöhter Sterblichkeit

Ein Abfall der Futter- und Wasseraufnahme (von mehr als 20%), ein Abfall der Eierproduktion (um mehr als 5%) oder eine erhöhte Sterblichkeitsrate (höher als 3% in einer Woche) sind bei der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat zu melden. Bei unklaren Gesundheitsproblemen in Geflügelbetrieben sollte unbedingt eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Seuchenverdacht ist der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde / der zuständigen Amtstierärztin, dem zuständigen Amtstierarzt zu melden.


Meldepflicht von tot aufgefundenen wildlebenden Wasservögeln und Greifvögeln

Wenn wildlebende Wasservögel und Greifvögel tot aufgefunden werden, dann ist der Fundort der lokal zuständigen Veterinärbehörde (Amtstierarzt oder Amtstierärztin der Bezirksverwaltungsbehörde) anzuzeigen, sodass die toten Tiere zur Seuchenfrüherkennung eingeholt und untersucht werden können.


Meldepflicht der Geflügelhaltung

Tierhalter von Geflügel sind durch die Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung 2009 verpflichtet, die Haltung von Geflügel - sofern dies nicht bereits geschehen ist - bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.


Für die Landeshauptfrau

Dr. Riedl, Abteilungsleiterin


Rundschreiben zur 1. Novelle 2024 der Geflügelpest-Verordnung (184 KB) - .PDF

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